Zum Henker mit den Henks
Für eine Zusammenkunft der ganzen Familie braucht es meistens einen besonderen Anlass. Warum sollte dies bei Familie Henk anders sein? Die vielen unterschiedlichen Charaktere der Familie Henk haben als Anlass ihrer Reise zum Familienstammsitz die Aufteilung des gemeinsamen Erbes. Doch da der Nachname nicht die einzige Verbindung der Familienmitglieder ist, sondern sie ebenso alle ihren Lebensunterhalt mit Auftragsmorden verdienen, verwundert es auch nicht, dass schon bald die erste Leiche auftaucht. Wer von den Henks konnte seiner Profession nicht widerstehen? Und wie sind der durchtriebene alte Rechtsanwalt der Familie und seine gerissene Sekretärin, der zufällig in das Familientreffen geraten Kinderclown und auch das Hauspersonal in die Sache verstrickt?
Erleben Sie einen angeregten Theaterabend, der durch mörderische Spannung und viel schwarzen Humor zu einem besonderen kulturellen Sommererlebnis wird.
Ladykillers
Auch beim Abendstück der letzten Saison war Matthias Harre als Regisseur für die Freilichtbühne Schloß Neuhaus tätig. Er inszenierte die englische Krimikomödie „Ladykillers“, die sich stark an der köstlich plüschigen Verfilmung des Stoffes aus dem Jahr 1955 orientierte. Das detailgetreue Bühnenbild, ein Häuschen auf zwei Etagen mit einem gurrenden Papagei und einem Speiseaufzug bildete dabei den stilechten Schauplatz für die Handlung mit englischem Charme: ein Raubüberfall einer als Musiker getarnten Gangstergruppe, die sich bei einer älteren Dame einquartiert und nach und nach das Zeitliche segnet. Die 10 Darsteller bereiteten den insgesamt 1700 Zuschauern in 12 Vorstellungen durch pointenreiche Dialoge und spritzige Situationskomik jeweils einen vergnüglichen Abend.
Das indische Tuch
Marks Priory, das beschauliche Stammschloss der altehrwürdigen Familie Lebanon.
Ein Mann fällt röchelnd zu Boden, erdrosselt mit einem indischen Seidentuch. Warum wurde der sympathische Chauffeur Studd getötet?
Kein leichter Fall für Chiefinspector Bill Tanner und Detectiv Sergeant Totty, denn jeder scheint verdächtig. John Tilling, der cholerische Parkwächter, könnte die Tat aus Eifersucht begangen haben, immerhin hatte seine Frau Joan eine Affäre mit Studd.
Oder der zwielichtige Dr. Amersham, der den Chauffeur schon aus Indien kannte!?
Seltsam verhält sich auch Butler Gilder, der überall herumschnüffelt und an den Türen horcht. Auch Lady Lebanon verstrickt sich in Lügen. Ihr Sohn Lord Lebanon fühlt sich gar bedroht und Isla Crane, die hübsche Sekretärin, die mehr weiß als sie sagt, schwebt offensichtlich in Lebensgefahr.
Am Ende spitzt sich die Situation drastisch zu und entgleitet den beiden herren von Scotland Yard.
Der Mörder richtet sich selbst.
Der süsseste Wahnsinn
In diesem Sommer wird auf der Freilichtbühne Schloß Neuhaus „Der süsseste Wahnsinn“ (Suite Surrender) ausbrechen. Matthias Harre inszeniert die wunderbar schnelle, verrückte amerikanische Farce in bester Screwball-Comedy-Tradition.
Florida, 1942: Den „Palm Beach Ladies für die Einheit“ ist es gelungen, die zwei großen Diven des Showgeschäfts für eine Wohltätigkeitsveranstaltung zu gewinnen. Im luxuriösen Palm Beach Hotel werden Leinwandstar Athena Sinclair und Stimmwunder Claudia McFadden bei einem glamourösen Gala-Abend auftreten, um Spenden für die Jungs an der fernen Front einzutreiben. Findet der wirkliche Krieg auch weit entfernt statt, so wird das Nobelhotel vor der großen Show doch zum Schauplatz eines erbarmungslosen Gefechts. Die beiden Hollywoodgrößen sind Erzrivalinnen und können einander nicht ausstehen. Hoteldirektor Dunlap muss peinlich darauf achten, dass sie einander auf keinen Fall nicht persönlich begegnen. Was sich schwierig gestaltet, denn jede der beiden Egomaninnen beansprucht wie selbstverständlich die Präsidenten-Suite für sich. Die so zum Schauplatz für jede Menge Verwechslungen, Missverständnisse, Nervenkrisen wird. An wechselnden Fronten kämpfen dabei die Hotelpagen Francis und Otis, Athenas gutherzige Privatsekretärin Murphy und das geduldige Faktotum Mr. Pippet, der für Claudia nicht nur Termine managt und Drinks mixt, sondern auch ihr Schoßhündchen Mr. Boodles betreut. Unbeirrbar jagt mitten im Trubel Klatschkolumnistin Dora del Rio der Story ihres Lebens hinterher und lässt sich davon auch durch ernste Blessuren nicht abbringen…
Das Haus in Montevideo
Eine beschauliche Kleinstadt in Deutschland, in der Traugott Herrmann Nägler, seines Zeichens Professor für tote Sprachen, zusammen mit seiner Frau Marianne und einer zwölfköpfigen Kinderschar lebt. Er führt ein moralisch integeres Leben und überwacht das Wohl und Wehe seiner Familie mit Argusaugen.
Eigentlich liebevoll seiner Familie gegenüber auftretend, erweist er sich aber gelegentlich auch als Haustyrann und Moralapostel.
Diese Idylle wir durchbrochen, als die Prinzipien des tugendhaften Professors durch die Ankündigung einer ins Haus stehenden Erbschaft ins Wanken geraten.
Erbin ist seine älteste Tochter Atlanta, Erblasserin seine Schwester Josefine, die seinerzeit wegen eines moralischen Vergehens von der Familie verstoßen wurde und kürzlich verstorben ist.
Zunächst erwägt der Professor die Erbschaft wegen dieses Fehltritts seiner Schwester nicht anzutreten. Dank der Überredungskünste des Herrn Pastor Riesling, einem Freund der Familie, macht er sich zusammen mit seiner Tochter und dem Pastor auf den Weg nach Montevideo, dem Ort an dem seine Schwester zuletzt gelebt hatte.
Dort angekommen erwartet ihn im Hause der Verstorbenen zunächst eine Reihe von Überraschungen, Aufregungen und Missverständnissen.
Die Verlesung des Testaments selbst scheint dann jedoch das Fass zum überlaufen zu bringen. Hat doch seine Schwester in ihrem Testament eine Klausel eingefügt, die droht seine Moralvorstellungen und sein eigenes Weltbild endgültig zum Einsturz zu bringen. Hin- und hergerissen von seinem schlechten Gewissen, der Fürsorgepflicht gegenüber seiner Familie aber auch von der Aussicht in den Genuss der Erbschaft zu gelangen, scheint der Professor seine Prinzipien über Bord werfen zu wollen.
Bis ihm ein Zufall bei der Entscheidung hilft.
Und dann gab es keines mehr
„Keiner von uns wird diese Insel wieder verlassen.“
Zehn Unbekannte werden auf eine abgelegene Insel eingeladen. Alles, was die Gäste gemeinsam haben, ist eine verruchte Vergangenheit, die niemand preisgeben will, und ein Geheimnis, das ihr Schicksal besiegeln wird. Sowie das Wetter umschlägt und die Gruppe vom Festland abgeschnitten ist, wird einer nach dem anderen entsprechend der Zeilen eines unheilvollen Kinderverses brutal ermordet. Nach dem ersten Todesfall am Abend glaubt noch keiner daran, dass weitere Opfer folgen werden. Als aber die zweite Person stirbt, kommen Zweifel auf, ob es sich hier um einen Zufall handelt. Nachdem alle gemeinsam die Insel durchkämmt haben, stellen sie fest: Außer ihnen befindet sich keine weitere Person auf der Insel. Der Mörder muss also unter den noch verbliebenen acht Personen sein.
Die Aufführungsrechte für dieses Werk sind erteilt durch Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin, und in Zusammenarbeit mit und mit freundlicher Genehmigung von Agatha Christie Ltd. Weitere Informationen zu diesem Stück und weiteren von Agatha Christie erhalten Sie unter www.agatha-christie-collection.de sowie unter www.agathachristie.com